Warum Züge Bezeichnungen bekommen
Eine Partieanalyse bewertet nicht nur deine Genauigkeit — sie versieht jeden Zug mit einer Bezeichnung, damit du auf einen Blick siehst, wo du gut warst und wo du gepatzt hast. Die Bezeichnungen basieren darauf, wie stark dein Zug die Engine-Bewertung im Vergleich zum besten Zug verändert hat.
Die Bezeichnungen, von best bis schlecht
- Brillant: ein schwer zu findender, oft opfernder Zug, der zugleich der beste ist. Selten und ein Grund zum Feiern.
- Bester: du hast den Topzug der Engine gefunden.
- Gut / Ausgezeichnet: ein starker Zug, der deine Stellung gesund hält, auch wenn er nicht der absolut beste ist.
- Ungenauigkeit: ein kleiner Ausrutscher. Die Stellung wird etwas schlechter, aber nichts geht verloren.
- Fehler: ein echter Fehler, der dem Gegner einen klaren Vorteil gibt.
- Patzer: ein schwerer Fehler — eine Figur einstellen, eine Taktik übersehen oder einen Gewinn in eine Niederlage verwandeln.
Worauf du dich konzentrieren solltest
Ignoriere die brillanten Züge — sie fühlen sich toll an, lehren aber wenig. Deine Wertung steckt in den Patzern und Fehlern. Das sind die Züge, die wirklich Ergebnisse ändern, also die, die du verstehen und üben solltest.
Aus Bezeichnungen Verbesserung machen
Öffne eine Partieanalyse, spring direkt zu deinem ersten Patzer oder Fehler und finde heraus, warum der Zug der Engine besser war. Dann übe das Muster mit Fehler-Puzzles aus deinen eigenen Partien. Wie sich diese Bezeichnungen zu deinem Wert aufsummieren, siehst du in Was ist Genauigkeit im Schach?