chessrank.org
Blog

Was ist ein guter Genauigkeitswert im Schach?

Was Genauigkeit wirklich misst

Genauigkeit ist ein einzelner Prozentwert, der zusammenfasst, wie nah deine Züge über eine ganze Partie an der besten Linie der Engine lagen. 100% hieße, du hast jedes Mal den besten Zug (oder einen gleich guten) gefunden. Sie leitet sich daraus ab, wie viel Bewertung du mit jedem Zug verloren hast — kleinere Verluste bedeuten höhere Genauigkeit.

Was als guter Wert gilt

Es gibt keine universelle Grenze, aber als grobe Orientierung:

  • 60–75% — typisch für Anfänger und lockeren Blitz; meist ein paar echte Patzer in der Partie.
  • 75–90% — solides Vereinsniveau; Fehler sind kleiner und seltener.
  • 90%+ — starke, saubere Partien; üblich bei Experten und Meistern in ruhigeren Stellungen.
  • 95–99% — nahezu perfekt, oft in kürzeren oder erzwingenderen Partien.

Warum die Zahl schwankt

Genauigkeit hängt stark von der Stellung ab. Eine ruhige, einfache Partie bläht jedermanns Genauigkeit auf, weil es weniger Möglichkeiten gibt, falsch zu ziehen; eine scharfe taktische Schlägerei drückt sie, weil ein Ausrutscher viel Bewertung kostet. Deshalb kann derselbe Spieler eine Partie mit 96% und die nächste mit 78% abschließen, ohne anders zu spielen. Beurteile Genauigkeit über viele Partien, nicht über eine.

Wie du sie steigerst

Patzer zu reduzieren ist der schnellste Hebel — siehe Patzer vs Fehler vs Ungenauigkeit. Lass jede Partie durch eine kostenlose Partieanalyse laufen, schau dir deine größten Bewertungseinbrüche an und übe sie als Aufgaben aus deinen eigenen Partien. Ein Leistungsbericht verfolgt deine Genauigkeit über die Zeit, damit du den Trend siehst, nicht nur eine Partie.